Ich bin heute Morgen aufgewacht und Marlen war schon weg. Der Jetlag hat sie nicht schlafen lassen und mit ihrem Netbook in die Hotel-Lobby getrieben – der leere Netbook-Akku dann wieder zurück ins Zimmer ;-). Als erstes sind wir zu den Painted Ladies (die bekannteste bunte Häuserreihe überhaupt) und haben die Architektur hier in San Francisco bestaunt. Da es so bergig ist, führen viele Häuser nur über lange Treppen zum Eingang.

Danach hatten wir eigenlich Japantown angesteuert, sind aber irgendwie in die falsche Richtung gelaufen. Dafür stand uns aber das noch interessantere Chinatown bevor. Dahin sind wir dann mit der Bahn gefahren und von einem Ami angesprochen worden. Die Amis quatschen einen eigentlich immer gleich an („How are you? What´s up?“). Als wir uns dann direkt als Deutsche geoutet hatten, hat dieser gleich seine Klischee-Vorstellungen über die Deutschen bei uns hinterfragt. Eigentlich hatte er alle Vorurteile durch: Sind alle Deutschen Nazis? Nennt ihr uns Schwarze „monkeys“? Wo ist Ausschwitz? Kennt ihr Heidi??) Wir haben dann natürlich alles richtig gestellt 😉

In Chinatown angekommen, sind wir erst mal chinesisch essen gegangen – wer hätte das gedacht 😀 Schmeckt interessanter Weise anders, als beim Chinesen in Deutschland, aber mal eine kulinarische Abwechslung. Anschließend haben wir uns tiefer in die chinesischen Straßen hineingetraut. Ganz andere Welt hier als der Rest von SFO. Die meisten Straßen sind etwas touristisch und mit viel Kitsch gefüllt, aber tiefer rein auch durchzogen mit asiatischen Läden mit für uns exotischem Essen. Hier sind dann auch viele Chinesen unterwegs.
Direkt nach Chinatown schließt sich ein kleines italienisches Viertel an – hier treffen Welten aufeinander. Bei den Italienern haben wir die Gelegenheit genutzt, in einem süßen Café erst mal Kraft bei einer heißen Schokolade zu tanken.

Jetzt hieß es nämlich die Lombard Street zu erklimmen. Die Steigung der Straße ist extrem und so steil, dass zum Ende hin die Straße schlangenförmig angelegt ist, so dass die Autos langsam bergauf und -ab fahren können. Von hier oben konnten wir den Blick über die Stadt genießen. Bergab sind wir dann auf einen Ami gestoßen, der einen coolen weißen Mustang in der Garage hatte. Da Marlen wusste, wen ein Foto von diesem sehr begeistern würde, haben wir das doch glatt in Angriff genommen 😉 Der freundliche Besitzer hat sie sogar dazu eingladen, sich für die kleine „Foto-Session“ in sein Auto zu setzen. Wir haben uns eine ganze Weile mit ihm sehr nett unterhalten und direkt auch eMail und Facebook-Kontakte ausgetauscht 😉

Direkt wieder bergauf ging’s auf den Coit Tower rauf, der höchste Aussichtspunkt mit Blick auf den gesamten Hafen. Hier oben war es ganz schön windig. Die Golden Gate lag leider im Nebel.
Hungrig sind wir gegen Abend dann wieder in den Fisherman´s Wharf und haben uns mit der hier typischen „Clam Chowder“ aufgewärmt. Das ist eine leckere heiße Muschelsuppe, die in Sauerteigbrot serviert wird. Das es sich um eine Muschelsuppe handelte, haben wir erst viel später rausbekommen. Lecker war sie ja, aber die Muscheln erklären dann doch meine Magenschmerzen (und ich hab noch gesagt: Wenn ich´s nicht besser wüsste, würde ich sagen, ich hätte Muscheln gegessen. Die vertrag ich nämlich nicht 🙁 Zum Glück haben wir uns nur eine geteilt. Wir waren davon überzeugt, es wäre Krebsfleisch oder so. Hier im Fisherman´s Wharf gibt es eine Menge abgefahrener Shops: Einen Crab Shop, der nur der Krabbe (Marlen?!) gewidmet ist *g*, Shops nur für Socken, coolen Nostalgiekram, Magnete, Candy, Schokolade oder Fudge, passend dazu Riesenobst (ob das allein die kalifornische Sonne schafft?). Es gab sogar eine Sauerstoff-Bar mit verschiedenen Geschmacks- richtungen und einer Wassermassage ohne dass man nass wird. Dieses Hafen-Highlife findet fern ab vom Zentrum statt – weg von den vielen nicht zu übersehenen Obdachlosen in der City. Nach Einbruch der Dunkelheit zieht es uns meist zurück ins Hotel. Dahin hat uns das Cable Car gebracht, so dass wir endlich tot müde ins Bett fallen konnten.

USA: 2. Tag in San Francisco (CA)
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