Irgendwie wird es immer schlechter mit dem Internet. Im Motel6 in Ridgecrest gab is überhaupt keins. Also nahmen wir uns vor, nach dem Frühstück den nächsten McDonalds anzusteuern um schnell die Route bis zum Eingang des Sequoia Parks zu checken. Im Diner trafen wir auf einen Kellner mit deutschem Stammbaum mit dem Nachnamen Goppinger, der uns sagte, dass wir 1.5 Std bis zum Parkeingang brauchen. Also schnell zum McDonalds um die genaue Wegbeschreibung herunterzuladen. Aber oh weh! Google Maps sagte etwas von 4 Stunden Fahrtzeit bis zum Giant Tree Forrest und dann noch 6 Stunden zu unserem nächsten Motel. Oh nein! 10 Stunden fahren für 2 Std Park. Das sieht schlecht aus. Um sicher zu gehen haben wir Einheimische befragt, die uns die Fahrtzeit jedoch leider bestätigten. Von ihnen wurde uns empfohlen nach Lone Pine zum Mount Whitney zu fahren und dann durch das Death Valley nach Tecopa. Somit würden wir den höchsten und den tiefsten Punkt der ganzen USA (ausgenommen Alaska) bewundern können. Wir bekamen aber auch die Warnung, dass es ein sehr heißer Trip durch das Death Valley werden wird, aber das hatten wir uns schon fast gedacht 😉 Da uns aber leider nichts anderes übrig blieb, fuhren wir traurig weiter Richtung Norden und ließen die Riesenbäume hinter uns.

Angekommen in der Touristeninformation in Lone Pine wurde uns eine kurze Fahrt durch die Alabama Hills hoch zum Wasserfall des Mount Whitney empfohlen. Wir wollten uns hier nicht lange aufhalten und alsbald über Panamint Springs quer durch das Death Valley und über die Death Valley Junction und Shoshone nach Tecopa fahren. Wichtige Tipps für unseren Weg bekamen wir auch noch: In Lone Pine volltanken und im Death Valley beim Bergauffahren die Klimaanlage ausschalten. Und Wasser, Wasser, Wasser mitnehmen! Oha! Aber ersteinmal auf zum Mt. Whitney.

Auf unserem Weg nach oben hielten wir auf der Movie Road, wo schon einige Western gedreht wurden und kamen vorbei an der High Sierra Humphrey Bogart und einigen deutlichen Bären-Warnschildern (kein Essen im Auto lassen, sonst wird man abgeschleppt etc.) Oben angekommen konnten wir einen großen Wasserfall bestaunen der zum Klettern einlud. Leider blieb die erhoffte Aussicht auf das Tal aus. Der Hunger trieb uns in den einzigen Diner/Souvenierladen, in dem man laut Touristeninformation die besten Cheeseburger bekommt. Während des Essens (der Burger war lecker und die Fries waren homemade) wurden wir durch flinke kleine Hörnchen und blaue Vögel abgelenkt, die hier auf der Suche nach etwas Essbarem waren. Jetzt aber schnell wieder runter, hier oben ist es bitter kalt.

Unten angekommen haben wir natürlich brav voll getankt und los ging’s Richtung Death Valley. Kurz hinter Panamint Springs kamen schon die ersten Hitzewarnungen und Schilder die uns darauf aufmerksam machten, die nächsten 10 Meilen die Klimaanlage doch lieber auszuschalten. Nach einer längeren Berg- und Talfahrt sahen wir schon von Weitem die 30 Meter hohen Sanddünen, die wir uns natürlich aus der Nähe ansehen wollten. Als wir aus dem Auto ausstiegen wurden wir fast von der Hitze erschlagen. Wir nahmen uns vor nur ein kleines Stückchen reinzugehen. Der Weg durch die Dünen in Flip Flops war nur dummerweise keine so gute Idee, denn es gab Sträucher mit kleinen fiesen Stacheln. Eine bohrte sich ein wenig ungünstig in meinen Fuß, so dass ich durch diesen winzigen Stachel erst einmal Fusslahm war. Die Sonne ging bald unter und wir wollten am „..“ noch den Sonnenuntergang erhaschen. Also los los. Leider musste man dort wieder ein Stück laufen. Da ich noch nicht richtig auftreten konnte, wartete ich im Auto bis Moni zurück war. Leider konnte die kleine Digi-Cam den Sonnenuntergang nicht einfangen, so dass ich im Nachhinein auch kein Foto bestaunen konnte. Aber da wir morgen wieder zum Death Valley fahren werden und auch diesen Weg wieder hinaus müssen, hatte ich ja noch eine Chance.

Im Dunkeln verließen wir das Death Valley und befuhren den Highway nach Shoshone. Außer kleines Wildlife-Crossing (Jack Rabbits und Mäuse) und ein Meer von Sternen gab es hier lange Zeit nichts. In Shoshone angekommen konnten wir vor Ladenschluss noch schnell einen „Salad to go“ mitnehmen auf den wir jedoch 30 Minuten warten mussten. Es war schon 22Uhr und wir befürchteten, dass wir unser Zimmer in Tecopa nicht mehr beziehen können. Zum Glück mussten wir nur noch 5 Meilen fahren. Nachdem wir erst das falsche Ressort angesteuert hatten, waren wir endlich im „Hot Springs Ressort Tecopa“ angekommen – es war unheimlich hier, aber wir bekamen unser Zimmer. Kurz nach dem Öfffnen der Zimmertür ein lauter Schrei! Eine fette Spinne, zwei arachnophobische Mädels und ein dickes Hotelbuch: End of Story 😀 Das Zimmer ansich war ganz ok, aber hier drin waren es 36 Grad auf dem Thermometer an der Wand. Schnell Klima an. Aber das war wohl nichts. Die Klimaanlage ging alle 10 Minten von selber aus und nur manuell wieder an. Also verbrachten wir die Nacht mit nassen Handtüchern als Zudecke bei unerträglicher Hitze. Wir freuten uns immer mehr auf Las Vegas und unser Hotel dort 😉

USA: Mount Withney, Alabama Hills und Death Valley (CA)
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